Karins Reisebericht zur Challenge

Wir haben eh schon die letzten Tage einen kleinen Vorgeschmack auf das Geschehene gepostet, nun ist es aber Zeit das vergangene Wochenende Revue passieren zu lassen.

Am Samstag 5 Uhr läutete unser Wecker und wie geplant saßen wir um 5:30 im Auto auf den Weg in die Slowakei. Genauer gesagt nach Samorin, ein kleiner Ort 15Km südlich von Bratislava.

Nach 1:15 sind wir am X-Bionic Eventgelände angekommen und waren erstmal sprachlos. Wortwörtlich in the middle of no where wurde ein Sportkomplex der Superlative aus dem Boden gestampft.

Pferdekoppeln, Reithallen, 50m Außenschwimmbecken, Hallenbad, Laufbahn, Sportplätze alles vom feinsten und dazu ein wunderschönes neues Hotel.


Nachdem Patrick bis 08:30 sein Rad einchecken musste, haben wir uns entschlossen unsere Startnummern zu holen und anschließend sein Rad einzuchecken. Gedauert hat das ganze keine 10 Minuten und es war nicht mal noch 8 Uhr 
Also ab ins Hotel und wir rechneten schon mit einer Absage, dass unser Zimmer erst ab 15 Uhr zu beziehen sei. Fehlanzeige! Zimmer bereit und um 8:15 hatten wir dieses auch schon bezogen, gefühlt waren wir die ersten Gäste in diesem Zimmer, alles neu!
Patrick nütze die Zeit und ging nochmal frühstücken und ich legte mich für eine halbe Stunde hin, hieß ja Kräfte sparen.
Gegen 11 machten wir uns auf den Weg zum olympischen Triathlon.

Über Patrick sein abschneiden haben wir eh schon berichtet.

Am Abend ließen wir uns die Pastaparty nicht nehmen und wir erwarteten uns eigentlich, dass wir diese bald wieder verlassen werden würden um wo anders zu essen. Warum? Normalerweise sind diese überlaufen und die Qualität der Speisen lässt oft zu wünschen übrig. Aber nicht so in Samorin.

Unglaubliche 12 Sorten Pasta ( Bolognese, Lachs, …..) standen in reichlicher Menge und äußerst geschmackvoll zur Verfügung. Als Nachspeise Mohnnudeln, ein Genuss!

Dazu gab es alle Getränke Gratis vom Cola, Bier und Wein bis zum Red Bull.

Ein Wahnsinn! Beim Essen haben wir noch die spätere Siegerin Helle Frederikson beobachtet und ihre Essensstrategie kopiert 
Satt und glücklich hieß es um 21 Uhr Licht aus und Gute Nacht.

Am Sonntag saßen wir um 6 gemütlich beim Frühstück und machten uns um 7:45 auf zur Wechselzone. Rad einchecken dauerte wieder keine 5 Minuten und so waren wir eine Stunde vor Start bereits an der Donau.
Kurzes einschwimmen verkürzte die Wartezeit bis zum Start.


Pünktlich um 9:05 wurde für uns Age Grouper per Massenstart gestartet, was mir bekanntlich keine Freude und auch mega Probleme bereite.


Aber kein Wunder bei einer einzigen Schwimmstunde in 1 ¾ Jahren ( Schwangerschaft und einem „Mama fixierten Sohnemann“)
Naja egal, irgendwie hab ich es doch nach 40min aus dem Wasser geschafft und es ging nun vom Donaudamm ca. 15 Höhenmeter hinunter und ca. 300m laufend in die Wechselzone.


Ab auf die Flache 90KM Runde!

Die ersten 45km waren mit Rückenwind zu fahren und waren super, retour war es grausam. Windspitzen um 50KMH und Regen machten es zu einem Kampf. Kaum zu glauben, aber ich habe den Radsplit nach 2h42min beendet und dies mit der zweitbesten Agegroup Zeit.

Zu loben waren die vielen TOs (auch aus NÖ), sie haben alle Windschattengruppen gesprengt und wirklich sehr viele Atheleten gestraft, was mir als non-drafting Sportlerin wirklich taugte!

Beim Wechsel vom Rad zum Laufen hat mir Patrick bereits zugerufen, dass ich auf dem 3. AK Rang liege und die Zweite nur 50sek vor mir liegen würde.

Zu Laufen waren 4 Runden mit ca. 5KM. Der erste Kilometer aus der Wechselzone führte noch auf befestigten Boden bevor es von Kilometer 2 – ca. 4 auf einer Trapprennbahn und anschließend im Gras zu laufen galt. War alles kein Problem und machte eigentlich das Rennen kurzweilig, weil man immer in Blickweiter der Leute war. Der vierte Kilometer führte dann wieder die 15 Höhenmeter rauf auf den Damm und dann wieder runter; und dies 4x ;-(

Was ich wirklich sensationell war; es gab pro Runde 4 Ladestationen!
Leider vergrößerte sich der Vorsprung der Zweiten auf zwei Minuten, jedoch hatte ich auf die Vierte bereits 13 Minuten gut gemacht. Jetzt hieß es eigentlich nur noch den Dritten ins Ziel retten. Auf der letzten Runde wurde es nochmal knapp und ich konnte den Vorsprung auf Rang Zwei auf unter eine Minute verkürzen. Leider war dann das Rennen doch zu kurz und es reichte nicht mehr ganz um auf dem letzten 21.KM die Zweite zu erreichen.
Egal! Am Ende standen 5h17min auf meiner Uhr und damit war ich zufrieden. In Anbetracht des schwachen Schwimmens, dem Kampf gegen den Wind am Rad und der tiefe und nasse Boden beim Laufen (Gras und Rennbahn) eine gute Leistung und dies in einer Saison, welche gar nicht als Wettkampfsaison geplant war.


Das schönste war aber, dass ich mich mit dem 3. Platz AK ( 16. Gesamt darunter 10 Profidamen wie Frederikson) für „The Challenge Championship 2017“ qualifizieren konnte, welche in Samorin stattfinden wird.

Patrick hat an mich geglaubt und sicherheitshalber bereits am Vortag des Wettkampfes das Hotelzimmer für 2017 gebucht. Und ich werde dort wieder am Start stehen. Diesmal in starker Schwimmform und kämpfe bei der WM mit  😊😉

Danke fürs Lesen! Karin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.