Rennbericht aus Šamorin unserer Obfrau 

Bereits vor einem Jahr haben wir zum ersten Mal die x-Bionic Sphere Arena nahe der slowakischen Hauptstadt Bratislava besucht mit dem Ziel, dass ich mich dort für die 2017 stattfindende THE CHAMPIONSHIP zu qualifizieren. Dies gelang auch mit bravour, als AK 3. 
Die Monate vergingen und irgendwie war der Event dann recht schnell vor der Tür. Genau gesagt; heute 😥

Mein ones in a livetime Event in der Slowakei. 
Um 09:40 fiel mein Startschuss und es hieß sich halbwegs gut zu verkaufen. 

Normalerweise schwimme ich immer knapp unter 40 Minuten. Bereits nach ein paar Metern hatte ich das Gefühl, dass es läuft und meine Sportuhr bestätigte das Bauchgefühl.


Nach 36 Minuten verließ ich die Donau Richtung Wechselzone und sattelte mein Rad für den 90km Ritt durch die slowakische Donaulandschaft. 
Kilometer um Kilometer vergingen und ich fühlte mich richtig gut; hatte Druck am Pedal und der Schnitt passte. 

Dann nach 45 KM die Wende. Alles verlief exakt dem Best-Case und ich war auf eine sub 2:40 unterwegs. 


Dann kam der 60.KM und es war als ob mir jemand den Stecker gezogen hätte. Der Puls sank; aber meine Muskulatur erlaubte es mir nicht härter zu drücken. Mit dem Schnitt fiel auch die Motivation. Das Kopfkino begann mit den schlimmsten Vorstellungen – die sich leider auch zum Teil in Realität umwandelten. 


Nach den 90Km zeigte die Rennuhr bereits 3:27 was einen unzufrieden Radsplit von ca 2h45min

bedeute. 
Mit jeder Rennminute stieg auch das Thermometer. Bereits heiße 30 Grad Lufttemperatur hatte es, als ich auf die Laufstrecke zum abschließenden Halbmarathon ging. Wahrscheinlich hatten die Steinplatten weit mehr an Hitze zu bieten. 


Der Halbmarathon führte über Gras, eine Pferderennbahn, am Donaudamm und über die besagten Steinplatten und dies 3 Runden lang. 

Völlig erschöpft und komplett ausgepresst beendete ich das Rennen nach 5h40min. 
Nichts mit dem Traum bei der Challenge WM die eigene Bestzeit von 4h59 zu unterbieten. 

Aber nüchtern betrachtet, woher soll es kommen. Die letzten Monate waren hart. Ich war sehr viel mit den Kids alleine zu Hause und so hat sich das Training auf 90 Minuten in der Schlafpause von Julian beschränkt. 

Der Wiedereinstieg in den Job hat sich auch etwas „kräfteaufreibender“ herausgestellt als geglaubt und leider ist der Support in der Familie für den Sport auch etwas begrenzt. 
Aber einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es, auch ein Doppel-Olympiasieger kann sich selbst aus-knocken und wird zum „spazierer“. (siehe Video) 


Die heurige Saison wird keine Kracher mehr bringen, aber Erfahrungen sammeln, neu qualifizieren und beim nächsten Mal schneller machen – das ist mein Ziel! 

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